neue [bewusstseins-] form: freisein

das werk Neue Form © P. Hauf 2007-2017

"humboldt- rede zu europa" von bundeskanzlerin angela merkel, 27. 05. 2009

(Ausschnitt):

"Wandel und Veränderung zum Guten sind möglich. Das ist für uns Realität geworden. Wandel wird von mutigen Menschen gemacht. Die Kraft der Freiheit ist ihr Antrieb. So war es auch am Beginn der europäischen Einigung. Mutige Menschen haben tiefe Gräben, tiefste Gräben, überwunden und eine friedliche neue Ordnung aufgebaut."

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"die lösung"

Gedicht von Bertold Brecht, Sommer 1953

>>Nach dem Aufstand des 17. Juni

ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands

in der Stalinallee Flugblätter verteilen

Auf denen zu lesen war, dass das Volk

Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe

Und es nur durch verdoppelte Arbeit

zurückerobern könnte. Wäre es da

Nicht doch einfacher, die Regierung

Löste das Volk auf und

wählte ein anderes?<<

 

laizität in deutschland 1919-1933 und die "christ"parteien nach 1945

Mit der Abschaffung der Monarchie in Deutschland im Jahre 1918 entstand dann auch eine starke laïzistische Bewegung, die zwar diesen Namen nicht führte, aber von ihrem Geist erfüllt war und vor allem von den Organisationen der Arbeiterbewegung und den Liberalen des Mittelstandes getragen wurde. Sie fand auch ihren Niederschlag in den wichtigsten Bestimmungen der Weimarer Verfassung von 1919. Die Trennung von Staat und Kirche war praktisch vollzogen.
 
Mit der Machtergreifung des Nationalsozialismus im Jahre 1933 wurde diese Bewegung radikal zerschlagen. Hitler verbot nicht nur die Arbeiterparteien und die Gewerkschaften, sondern alle Organisationen, die sich zu einer freien Weltanschauung und zur Kirchenfreiheit bekannten, wurden aufgelöst, ihr Vermögen beschlagnahmt, ihre Bücher verbrannt und ihre führenden Persönlichkeiten kamen in die Konzentrationslager. Die zarte Pflanze eines Laïzismus in Deutschland war tot.
 
Nach 1945, als das Kriegsende uns vom Nationalsozialismus befreite, waren die Großkirchen die einzigen Organisationen, die intakt geblieben waren. Sie nützten diese Position rücksichtslos aus und spielten sich als die eigentlichen Gegner des deutschen Faschismus auf, obwohl sie ihr gerüttelt Maß Schuld an der Machtergreifung Hitlers hatten. Auf jeden Fall wurden sie entsprechend von den Besatzungsmächten unterstützt. Als sich die Parteienlandschaft zum Aufbau eines demokratischen Staates zu bilden begann, schufen sie sich in der Christlich-Demokratischen Union (CDU), in Bayern in der Christlich-Sozialen Union (CSU), kirchentreue Parteien, in die auch die Protestanten einbezogen wurden, obwohl die katholische Mehrheit diese ständig an die Wand drückte. Es war eine Vorwegnahme der Ökumene nach päpstlichem Geschmack. Die Kirchen schickten ihre Leute aber auch in die Sozialdemokratische Partei, die später unter Verleugnung ihrer geistigen und politischen Herkunft im Godesberger Programm eine Partnerschaft mit den Kirchen proklamierte.

Aus: Dr. Otto Bickel, Beitrag für die 100. Nummer der in Paris erscheinenden Zeitschrift Europe et Laïcité

zum beispiel die perspektive der ökonomischen evolution

Inwiefern das Original des von DFB-Präsident Zwanziger und seinen Komplizen bei Bitburger etc. unterschlagenen Projektes als solches von großer Bedeutung ist, macht vielleicht das folgende Zitat noch einmal deutlich; es geht dabei um eine die nahe Zukunft betreffende, allfällige gesellschaftspolitische Weichenstellung bzw. Entscheidung zwischen "noch polarisierender und (noch) hierarchischer" — das ist der politische Weg, den solche Zeitgenossen wie jene Räuber ganz gewiss einzuschlagen gedenken, wenn man ihre Taktik in Rechnung stellt — oder aber "relativ demokratisch und relativ egalitär", was vielmehr der Intention des vergewaltigten Originalprojekts entspricht.

Das Original ist expressis verbis in diesem Sinn der jetzigen und der kommenden kulturellen Evolutionsphase in einer sich vervollständigenden Weltgesellschaft gewidmet (eine von der Gegenseite verhasste Entwicklung, der sie sich weder stellen kann, noch zu stellen gedenkt), und es weist auch ein evolutionäres Merkmal auf: es besitzt eine neue, höhere, der Ganzheit gemäße Struktur.

In einem Artikel bei Heise mit dem Titel Von der Immobilienspekulation zum Zusammenbruch der globalen Defizitkonjunktur von Tomasz Konicz ging es am 17. 12. 2008 um die weitere Entwicklung der in ihre schwerste Krise geratenen Weltkonjunktur:

"(...) Der US-amerikanische Sozialwissenschaftler Immanuel Wallerstein beschrieb kürzlich diese „Ära des Übergangs“ und wagte einen Ausblick auf die künftige Entwicklung des Weltsystems:


 Die unmittelbaren Konsequenzen bestehen aus starken chaotischen Turbulenzen, die unser Weltsystem im Moment durchlebt und noch für vielleicht 20 bis 50 weitere Jahre durchleben wird. Während alle in die Richtung drücken, die sie als die derzeit vorteilhafteste ansehen, wird eine neue Ordnung aus dem Chaos auftauchen, die entlang eines oder zweier verschiedener Pfade verlaufen wird.

Wir können mit Zuversicht behaupten, dass das derzeitige System nicht überleben kann. Was wir nicht vorhersagen können, ist die Ordnung, die gewählt wird, um es zu ersetzen, weil dies ein Ergebnis von nahezu unendlichen individuellen Anstrengungen sein wird. Aber früher oder später wird ein neues System installiert werden. Es wird nicht das kapitalistische System sein, und es könnte auch viel schlimmer werden (sogar noch polarisierender und hierarchischer), oder auch viel besser (relativ demokratisch und relativ egalitär) als das derzeitige System. Die Auswahl eines neuen Systems ist der wichtigste globale politische Kampf unseres Zeitalters. 
Immanuel Wallerstein

Eine Gnadenfrist für das in Agonie liegende, kapitalistische Weltsystem könnte noch das Heraufziehen einer neuen Schlüsseltechnologie bringen, die Massenbeschäftigung generieren und eine „lange Konjunkturwelle“ im Sinne Kondratjews initiieren würde. Die klügsten US-Politiker sehen diese Möglichkeit in dem forcierten Ausbau regenerativer Energien, der mit einer umfassenden, arbeitsintensiven Transformation der gesamten energetischen Basis der Vereinigten Staaten einhergehen würde. (...)"