»wahrhaft politisch ist ...
... nur solches Handeln, das den Bezug zwischen Gewalt und Recht rückgängig macht ..." (Giorgio Agamben 7, S. 104)
Das ist die kulturkreativ- politische Identität der Fahne Neue Form, die die Offenheit ausstellt, die die Gemeinsamkeit der Kulturkreativen ist: Die Freiheit.
Es leuchtet von daher ein, dass sie von jener Übermacht der Repression und der Alten Ordnung, zusammen mit der ureigenen Identität des Entwerfers (so ist das in so einem Fall), entrissen werden soll bzw. entrissen wurde.
Sie muss aus dem Maul des gewalttätigen Drachen zurück geholt werden.
gegensatz: die alte ordnung
Das Regime der Verbrecher
Der allesregulierende, aber ja gerade vollkommen fiktive, nichtsdestoweniger allmächtige und gnadenlose Maßstab der 'Alten Ordnung', d. h. das spezifische, ihr als das einzige Prinzip zugrunde liegende, auf alles weitere "wie von selbst" (d.h. eben: mit Gewalt) reagierende Führerprinzip, das, was Deutschland im Detail anbelangt, durch den faschistischen Michael-Mythos im politisch-juridischen Bereich aufgerichtet und mit dessen Bannmacht unterfüttert ist, also die allesbestimmende, mythisch-rechtliche Maßgabe der souveränen, nach der politischen Lehre der Alten Ordnung ausschließlich einem politisch-theologisch legitimierten Souverän in persona zugetraute nationale Entscheidung ... kann die neue Fahne aus ihrer rigiden Rücksichtslosigkeit und Unzeitgemäßheit heraus nur verurteilen, bzw. verraten, instrumentalisieren, vernutzen und zur Täuschung einsetzen.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es die verräterische sächsische Fahnenfabrik, der ich irrtümlich den Druck meiner Originale anvertraut hatte, mit einer Alarmmeldung auf der Basis der bei der CDU so beliebten Carl Schmittschen Denke unternommen hat, sich mit meiner Schöpfung wichtig zu machen und diese an ihre Zerstörer zu verhökern (wobei sie freilich die Datei nicht herausrückte und die Millionenauflagen für DFB und Bitburger schön ganz alleine druckte): "Die spezifisch politische Unterscheidung, auf welche sich die politischen handlungen und Motive zurückführen lassen, ist die Unterscheidung von Freund und Feind. Sie gibt eine Bestimmung im Sinne eines Kriteriums, nicht als erschöpfende Definition oder Inhaltsangabe." (Schmitt 4, S. 26) — Allein der Begriff Neue Form muss bei der CDU eine Panikreaktion auslösen, die sie freilich zu allem möglichen ermächtigt, ganz als wären wir hier jetzt in der DDR und die SED würde uns terrorisieren.
Dass die Neue Form in ihrem Ausgangspunkt wie auch dementsprechend in der von ihr angezeigten Orientierung reiner Ausdruck der Überwindung (aber, wie gezeigt, durch Erfüllung, nicht durch Feindschaft) dieser Alten Ordnung ist, kann leicht vom Machtapparat der Exekutive ausgeschaltet werden — wenn sie sie erst einmal hat. Nur aufgrund vehementen Widerstands ist ihr das noch immer nicht ganz geglückt.
Die autoritäre Intoleranz — Kennzeichen der religiösen Rechten — braucht sie, um ihren alten Wein in neuen Schläuchen zu verkaufen, das heisst, ihn aufzudrängen, ihn alternativlos zu verordnen, um die Original-Identität, die neuartige Bestimmung, also den neuen Inhalt, damit auszuschalten.
In Wirklichkeit ist die Alte Ordnung bereits mausetot; sie kann nur noch durch schieren Vampirismus überleben, wie er — final — am 11. September 2001 eingeläutet und über den mit geschätzten 10 Tonnen US-amerikanischem Militärsprengstoff angereicherten Staub der drei World-Trade-Center-Gebäude über die Erde verteilt wurde. Was sich nun noch regt, wird, auch in Deutschland, in der Manier, die hierzulande eben von Zwanziger und seinen Konsorten so kunstlos wie grausam vorexerziert wird, im Namen des Weiss-der-Kuckuck annektiert und rücksichtslos ausgebeutet.
die falsche neue identität
Ich bezweifle, dass es irgendjemandem entgangen sein könnte, wie es sich wirklich mit den Anschlägen vom 11. September 2001 verhielt.
Angesichts des Zusammensackens oder in-die-Luft-fliegens — wie man möchte — der alten, zumindest freiheitlich verbrämten Identität der USA und der darauf folgenden Vergewaltigung auch des eigenen Landes mit einer Neuen, d. h. neuen Alten Ordnung, d. h. mit einer durch jenes Ereignis in ihrem Image erneuerten und also weiter als prophetisch für maßgeblich gesetzten Bibel (es hatte nämlich schon zwei Jahre vorher flächendeckend in den USA geheissen, man könne es "zweifelsfrei" aus der Bibel destillieren, dass die Welt am 11. September 1999 unterginge, also steht tatsächlich die Wahrheit in diesem Buch — denn sich bei der Jahreszahl ein wenig vertan zu haben, ist für Gott doch eine mehr als lässliche Sünde, ja, macht sie ihn nicht nachgerade menschlich?) sowie der damit neu durchgesetzten Autorität ihres Wortes und einem ebenso gesetzlosen Patriotismus nimmt es kaum wunder, dass sich Deutschland bei so viel freundschaftlichem Vorbild in Sachen Nationalismus nicht lange lumpen lässt. Sind wir nicht seit der Befreiung von Hitler & Co. Freunde und Verbündete gewesen, und weshalb sollten wir Grund haben, jetzt irgend etwas anders zu sehen, bloß weil die alte Identität der USA in den etwas stark mit US-amerikanischem Militärsprengstoff angereicherten Staub dreier World-Trade-Center-Gebäude zerfällt ... um nichts anderes als diese alte Identität, freilich in voller Kriegsmontur und abmarschbereit, wie Phönix aus der Asche daraus wieder emporsteigen zu lassen?
Das müssen wir doch nachmachen, sobald sich Gelegenheit dazu ergibt! Das geht auch mit einer neuen Fahne, die man zuerst verbrennt und dann als sportliches Wettkampffähnchen auf dem germanischen Götterolymp wieder neu vorlegt.
Allein, die Kommunikation ist heute etwas schneller, als sich die Wahrheit verbergen oder verbiegen lässt. Daher wollen Schäuble und Co. ja die absolute Kommunikationsherrschaft (— und sie bestätigen das mit der Verkündung ihres entsprechenden Credo). Doch ist es noch nicht so weit.
Ein ziemlich großer Prozentsatz der Europäer hat jenes weltverändernde Ereignis wohl als die Aufkündigung der Grundlagen zu einer auch nur noch irgendwie passablen Freundschaft verstehen müssen, da muss man kein Extremist sein. Oder sind jetzt alle Extremisten, deren Sinne noch intakt sind, oder einfach ... gleich alle, die nicht verstehen können oder wollen, dass es sich um "Massenvernichtungswaffen" handelt, wenn ein Saddam Hussein die Ölwaffe in die Hand zu nehmen droht? Das betrifft doch alle Industrienationen, da sitzen wir doch alle in ein- und demselben anachronistischen Boot? Und Anachronismus ist schließlich gottgegeben, da lässt sich ja angeblich nichts machen.
Insofern handelte es sich dabei auch um den größten anzunehmenden Unfall der jüngeren Geschichte Europas (wenn es gestattet ist, einmal an dem ausser durch wirtschaftlich-geopolitische Interessen ungerechtfertigten Leid, das in der Folge über die Welt und insbesondere einige Länder gebracht wurde, vorbeizusehen).
Das überlebte Gottesbild des Papstes wird unter dem frenetischen, von den meisten anderen Medien nachgemachten Applaus des deutschen Leitmediums BILD-Zeitung und der konspirativen Deckung der CDU unter die Leute gebracht wie die neueste Heilsbotschaft, während in Erfurt ein "Jesus - der bessere Kaiser" mit den Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft aus der Retorte gehoben wird. Ein Innenminister Schäuble spinnt laut etwas von einem neuen "europäischen Präsidenten" (was direkt gleichbedeutend mit der conditio sine qua non einer "christlichen" Führerfigur sein dürfte, für die dieser Posten reserviert ist — wobei den Rest sicherlich die Propaganda schafft, wenn sie weiter so zuverlässig kriminell arbeitet wie bisher), und sein Fußballpräsident spielt derweil Feigenblättchen und Handaufhalter beim Raub einer möglicherweise — so oder so — epochemachenden Innovation auf dem Gebiet der visuellen Kommunikation aus den Händen ihres Urhebers, um sie in einem Intrigenspektakel katholisch einzugemeinden und ... neu als Bestätigung der Alten Ordnung, der Hierarchie des Führerprinzips im "'Ausnahmezustand', der zur Regel geworden ist", des auf die uralte Mär vom dualistisch abgetrennt existierenden Gott — bei dem es vollkommen egal ist, ob er nun positiv oder negativ, als Sonne oder als das Licht in einer dunklen Lampe definiert ist — abgestützten und bezogenen, pyramidenförmig organisierbaren und organisierten Repräsentativsystem des Geistes wieder vorzulegen, bei dem nun jene "rund 30 Prozent aus der Mitte der europäischen Bevölkerung, die schon vor 3 Jahren nicht mehr bereit waren, traditionelle und modernistische Gesellschaftskonzepte bedingungslos mitzutragen (Siehe oben, rechte Spalte)" — aus denen bei genauerem und dann ganz genauem Hinsehen, wie jener Artikel nicht verschweigt, zum Schluß in Deutschland eine "'Core Group' genannte Untermenge der Kulturkreativen" resultiert, die "gegenwärtig [auf 2007 bezogen] rund 20.000 Personen umfasst" — absolut keine Rolle mehr spielen DÜRFEN ...
Leider handelt es sich ausgerechnet bei diesem Personenkreis um die Besten, um die wahren Sieger, um das Ferment der Zukunft; um die Ausnahmen von der Regel, ohne die die Regel keine Bestätigung mehr findet, um die Erringer und Träger einer Botschaft, in der der einzige Sieg zu sehen ist, der wirklich Sinn macht: Der spirituelle, kulturelle Sieg ... über den Irrtum und damit auch über sich selbst; das Selbst, gerade über das monotheistische Postulat herangezüchtet und zum Sieg der Gewalt instrumentalisiert, existiert nirgendwo als eine ungeteilte Entität.
identität: staatlich und nicht-staatlich
Eine konkrete Kunst befindet sich, wie sich übrigens durch die hier geschilderten Ereignisse auch einwandfrei erwies, nicht auf dem Felde der Beliebigkeiten, sondern auf dem Gebiet des Universalienrealismus. (Zur Weiterentwicklung der Konkreten Kunst im Kreativen (oder Post-)Dekonstruktivismus siehe: open mind)
In aller Bescheidenheit muss hier doch einmal betont werden, dass die Gestaltung Schwarz-rot-gold-konkret etwas von einer Jahrhundert-, wenn nicht Jahrtausendbedeutung hat, was der visuellen Überwindung und Deaktivierung der mit allen Mitteln verhohlenen, nichtsdestoweniger in der alten Gesellschaft allein wirkmächtigen souveränen Bannbeziehung des permanenten 'Ausnahmezustands', sowie der Aufhebung der zahlreichen, in der deutschen Fahne zementierten Mythologeme durch ihre Realisierung und damit ihre Erfüllung — von der unheiligen Michaelsdogmatik bis zur Prophetie des Kat-echon (also gerade der Bestimmung des christlichen Kaisertums der germanischen Könige) von der Deaktivierung bis zur Erfüllung und Realisierung des Gesetzes, vom Begreifen des Geheimnisses der Anomie bis zur Bewahrung und Vollendung der Potenz in ihrer Überwindung (s. u.), d.h. der Bezugnahme auf die Dimension des Denkens des Denkens — zu verdanken sein dürfte. Sie ist durch ihre Öffnung zum Offenen bestimmt, und nur dort, durch das Hereinnehmen dieser bislang auf das Vehementeste von den Mächten des Todes abgestrittenen Vitalität, kann die Zukunft liegen, die diesen Namen verdient: In der bildhaften Darstellung einer Dialektik im Stillstand (Benjamin) wird zuletzt auch die Potenz selbst, hin zu einer reinen, unausdenklichen Potenz, überstiegen, und der dadurch frei werdende Überschuss stellt sich als Gnade heraus.
Dieser Überschuss, nicht gerade wenig, wird, wie wir gesehen haben, von den Gnadenlosen sofort und zwanghaft, zusammen mit der gesamten Gestaltung — und der Identität, die sie liefert — so unerbittlich zwangsweise wie raffiniert verschleiert einkassiert. Und dadurch der Gesellschaft gestohlen, um sie dennoch damit, das heisst mit einer auf das Gründlichste entleerten und verbogenen Hülse, zu betrügen.
So gesehen heisst Fußball ist Zukunft nichts anderes, als dass Fußball das bandenmäßige Erschießen des Gegners ist. Oder man wird eben selbst erschossen. Eine wirklich atemberaubende Botschaft, auch wenn sie nicht gerade als neu bezeichnet werden kann. Das ist die Bedeutung des Fußball für Wirtschaft und Politik, so wie diese heute im weitesten Sinne von den Affen und Papageien verstanden werden. Fußball lässt sich nicht als gesellschaftliches Vorbild ins Atom- und Raumzeitalter transferieren, genausowenig wie das alte Deutschland. Seine Funktionäre, allen voran ihr Präsident Dr. Theo Zwanziger (CDU), aber auch der Aufsichtsführende, Dr. Wolfgang Schäuble (CDU), sowie alle in diesen Kunstraub Involvierten und auch all jene, die an derlei "Wirtschaften" mit ihrer Sympathie partizipieren, enthüllen die grundsätzliche Korruption ihres Geistes, ihrer Gesinnung, da sie einen Glauben nur vorspiegeln, um ihn zur Rechtfertigung ihrer permanenten Ablehnung (die im Falle der Echtheit eine Überschreitung ist) jeder Pflicht zur Gegenleistung zu missbrauchen, die als Forderung auf sie trifft.
Da ihr Ziel in nichts anderem als der Wiedereinführung eines absolutistisch regierten Korporatismus besteht (wie er bekanntlich bei Hitler unter Aufhebung sämtlicher individueller Freiheitsrechte bereits einmal zum Preis eines Massenmordes durchgeknüppelt wurde), der die von ihnen in ihrer so selbstgefälligen wie unmenschlichen Dauerignoranz verursachten Probleme auffangen und beseitigen soll, glauben sie also in ihrem grässlichen Dünkel, wenn sie nur schnell, hart und massiert genug zuschlagen, eine in ihrem innovativen Kern auch das Offene umfassende visual identity zu "ihrer" neuen corporate identity ummünzen zu können — um damit den Berg, vor dem sie wie Ochsen stehen, zu versetzen. An genau das haben bislang alle deutschen Führungsfiguren stets bis zum bitteren Ende geglaubt.
Der hier herrschende Kopfrahmen taugt nicht für die Relativität, also nicht einmal zur Gegenwart. Er hat sich bereits in der Vergangenheit als nicht mehr tauglich erwiesen — eine Tatsache, die hierzulande offenbar wieder einmal die Wenigeren wahr haben wollen (sicher nicht zuletzt dank der unausgesetzten pädagogischen, oftmals sogar öffentlich werdenden päderastischen Bemühungen der unglaublich mächtigen Restauration). Der große Rest wird von einer aus kirchlichen und staatlichen, ungefragt aus den Mitteln einer von ihnen beschissenen Gesellschaft unterhaltenen Kräften alimentierten, völlig visions- wie verantwortungslosen Propaganda — wie der deutschen Fahnenbetrügerbande und Konsorten anno domini 2008ff — konsequent hinters Licht geführt.
Der hier festgestellte Befund weist nicht nur nach, dass es sich bei der Bild-Logik Neue Form/Schwarz-rot-gold-konkret um eine völlig neue, offene Identität handelt, sondern entsprechend, dass es sich bei jenen, die sie gegen alle Sitten und Gesetze unterschlagen haben, um Identitätsfrevler auf Fahnenebene handelt: Fahnenfrevler.
"Nichts", so sagte einst ein Mann aus Madagaskar, "fürchte ich mehr als eine falsche Fahne."
Damit stellt sich der Feind dort auf, wo er nichts verloren hat, aber am gefährlichsten ist; eine falsche Fahne ist so gesehen nichts anderes als sein Trojanisches Pferd.
In diesem Fall ist es also die Jetzt-Zeit, in der und durch die eine tatsächlich neue, zugleich deutsche und nicht-deutsche, das heisst auch die Freiheit an sich einbeziehende Identität aufgemacht wurde, die er, kaum seinem trojanischen Pferd entstiegen, tötet.
Ohne diese aber wird alles Nichts sein. Und noch dazu das falsche Nichts.
eine neuartige identität: kulturkreativ
Die Vexillologie Neue Form weist — darin ganz dem Satori des Zen entsprechend — weder Subjekt noch Objekt mehr auf.
Neue Identität: Siehe auch hier, hier, sowie Stichwort Dispositiv.
Die postromantische Bild-Logik Neue Form weist — als eine als solche unverkennbare, aber vollkommen neue deutsche Identität — über das, was sie zu bezeichnen vorgibt, hinaus.
2007 erschien übrigens ein interessanter demoskopischer Einblick in die kulturkreative Szene Europas von Johannes Heimrath: Wer lebt den Wandel? Er wagte "eine vorsichtige Prognose" aufgrund "erster Zahlen", die nationale Studien in einer Reihe von europäischen Ländern zur Entwicklung eines von der deutschen "Mediengruppe Kulturell Kreative" im Jahr 2000 angestossenen "kulturkreativen" Projektes erbracht hatten: "30 Prozent, also rund ein Drittel der europäischen Bevölkerung ist nicht mehr bereit, traditionelle und modernistische Gesellschaftskonzepte bedingungslos mitzutragen".
Die "gemeinsame(n) Kennzeichen dieser neuen Bevölkerungsschicht(en)", so heisst es dort, die sich — übrigens "auf allen Kontinenten" — "selbst und gegenseitig (ermächtigen), ihr unmittelbares Umfeld aktiv zu gestalten, und zwar gründlicher und umfassender als zu Zeiten der Bürgerinitiativen", bestehen — unter der generellen Einsicht, "dass es mehr und mehr ums Ganze (geht)" — in den Punkten: "• Interesse an Selbstverwirklichung, • Wertschätzung von Beziehungen, • eine ökologische Lebensweise und • engagierte Anteilnahme an der Welt, • Offenheit für fremde Kulturen und neue Ideen sowie • für die Transformation der Geschlechterrollen. Hinzu kommt ein • Bemühen um eine reflektierte Spiritualität. Abgelehnt werden unter anderem • die Intoleranz der religiösen Rechten, • der gedankenlose Hedonismus der kommerziellen Medien und • die skrupellose Umweltzerstörung im Namen des Big Business."
Ich möchte diese Liste zusammenfassend ergänzen mit einem Hinweis auf ihren unverkennbaren kleinsten gemeinsamen Nenner und größten gemeinsamen Zähler *in (fehlender, unerwünschter) Personalunion*, d.h. auf den gerade ein Führerprinzip als solches aus guten Gründen und auf das Entschiedenste ablehnenden Willen, "wahrhaft politisch" (G. Agamben, siehe linke Spalte) und politisch wahrhaftig zu handeln.
All dies ist auch der Anspruch und die Botschaft — die offene und daher wandelfähige, gewiss neuartige Identität — des Zeichenbildes Neue Form.
In ihm ist die alte nationalstaatlich-dispositive deutsche Identität mit ihrem Denken im Akt , ihrer Unterwerfung aller Potenz unter einen ("nationalen") Willen des Willens ("der ewiglich wiederholte Akt", wie Agamben 8, S. 67 sagt), der unendlichen Wiederholung dessen, was gewesen ist (die "die Potenz nicht zu sein vollkommen auf[gegeben hat]", ebd.), verwandelt in eine zugleich staatliche und nicht-staatliche Identität, die der Hegelschen Identität von Identität und Nicht-Identität sich zu nähern vermag, da in ihm — über eine Ausnahme der Ausnahme, eine immanente Ausnahme — über die dialektische Idee (die mit Alain Badiou die einer immanenten Ausnahme ist) ein Anklang an das Denken in Potenz zum Ausdruck kommt (wobei nach Aristoteles Potenz immer zugleich Potenz zu sein oder zu tun und Potenz nicht zu sein oder nicht zu tun ist, also Möglichkeit oder 'Potenzial'): Im Zeichen Neue Form ist also auch die Potenz nicht zu sein zusammen mit der Potenz zu sein, mithin die Dimension des Denkens des Denkens, (wieder) befreit — und damit die Erinnerung an das, was nicht war, zusammen mit dem, was gewesen sein wird. Erst darin ist die Darstellung einer restitutio-in-integrum erreicht, zu der die Gestaltung Neue Form kommen wollte: Die immanente Ausnahme im Materiellen.
So zeigt die Neue Form auch die epoché, den Zustand des In-der-Schwebe-seins (eine Identität, die dem in Europa aufgehobenen Deutschland gewiss viel besser zu Gesichte stünde als das blinde alte Rasen der Germanen, von dem keiner, ausser dem Bild Neue Form, wüsste, wie es in seiner Gewohnheit bzw. bei seinem nächsten Ausbruch je zu verhindern wäre).
in einer stunde höchster gefahr
Die mit aller monopolisierten Autorität inszenierte und mit aller Finanz- sowie fehlender Sittengewalt durchgesetzte Prämisse der Exekutive, ihre nicht nur erpresserische, sondern nachgerade terroristische Grundannahme besteht darin und geht völlig richtig, aber dennoch unverschämterweise davon aus, dass die Menschen — ganz allgemein, und nicht nur die zu allererst von ihnen hier unterworfenen bzw. gänzlich zu unterwerfenden Deutschen — Beziehungslose sind. Dank dem von ihr (jeweils) okkupierten Staat. Nirgendwo ist es anders auf der Welt.
Jeglicher Wandel in Richtung kultureller Evolution (Richard Dawkins; Erich Jantsch; Herbert V. Guenther, Max Stirner) wird daher von ihr — mit schmutzigen Tricks — torpediert.
Freilich, nur mit grundsätzlich Beziehungslosen funktioniert die Anwendung des souveränen Banns einwandfrei, das Überfahren aller Verfassung und aller vermeintlich zivil Verfassten mit dem 'Ausnahmezustand', der zur Regel geworden ist, über den allein zu entscheiden sich die Exponenten dieser Exekutive anmaßen.
Und andererseits, wer unter diesen herabgereichten staatlichen Bann gerät — ausnahmslos Alle ausser eben den sich langsam aber sicher aus dem Staub der Allgemeinheit machenden Angehörigen der abgehobenen Unterdrückerklasse (um deren zügigen Auf- und Ausbau, wie diagnostiziert, es ja gerade bei dem kryptischen CDU-Ostdeutschland-Westdeutschland-Fusionsprojekt mit der unterschlagenen Fahne geht) — der wird beziehungslos gemacht.*
Wenn es zutrifft, wie unter anderen Autoren auch G. Agamben in Erinnerung an die rhetorische Erkenntnis des Aristoteles (Nikomachische Ethik, 1097 b 22 sq.) sagt, dass der Mensch an sich "werklos" sei, ist es gerade dieses erste, alle anderen Eigenschaften bestimmende 'argós', dieses "ohne Werk zur Welt gekommen sein" (von dem auch der vermeintlich den ganzen Laden zusammenhaltende Katechon mitnichten ausgenommen ist), das dabei entstellt und ausgenutzt wird. Aus dem "Werklosen" einen Beziehungslosen zu machen, indem ihm seine im Sinnlichen geschöpften Werke weggenommen werden, bedeutet, dem Menschen das Beste zu nehmen, indem die Kommunikationsmöglichkeit dieses Besten — dem an sich Offenen, das an sich nichts mehr kommuniziert — zerschlagen wird.
Sie haben kein Recht dazu, aber das ist nun einmal das Geschäft dieser Kommunikations-Condottiere, um die es sich in dieser Geschichte in einem überwältigenden Ausmaß dreht, und das ist ihr Werk, das sie mit der geraubten Bild-Logik Neue Form gezielt angegangen sind — bevor es zu spät ist und der Urheber bzw. das Werk selbst ihre Chance hatten. Dennoch, wie schon festgestellt, unterläuft ihnen hier der Fehler, dass sie das Werk dabei selbst unweigerlich mit der Legitimierung versehen, die sie ihm gerade vorenthalten wollten.
Wer ihnen auf den Leim geht, wird nolens volens Glauben gemacht werden, ausgerechnet mit jenen, die diese Fahne jetzt rechtmäßig zu besitzen vorgeben, aus der Einfalt derlei chinesischen Staatsverbrechens herauszukommen — und sich am Ende gerade wieder und gerade wieder von denen, in deren Hände er sein Vertrauen gelegt hatte, in das Mörderische dieser Auswegslosigkeit gequetscht sehen. Es dauert ja schließlich ein Weilchen, bis man bemerkt, dass etwas ein Irrtum war. Guy-Ernest Debord hat Recht, wenn er feststellt, dass sich der Staat mitnichten auf den gesellschaftlichen Bund gründet, dessen Ausdruck er wäre, sondern auf das Verbot der Auflösung desselben. — Auflösung? Wie sieht dieser Sachverhalt im heutigen Europa aus? Weshalb stimmten und stimmen die Menschen Europa zu? — Damit ihnen von jener uralten, nun zu einer Allianz der Allianzen sich formierenden Superallianz aus Nationalisten, Militaristen, Klerikalen und Antisemiten nur umso machtvoller, gegen allen Treu und Glauben, sächsisch gleichsam, auf der Nase herumgetanzt wird?
Je schlechter die Zeiten, desto mehr Bedürftige für Illusionen gibt es. Wird dies — noch dazu unter Zuhilfenahme einer derlei Zielen partout nicht entsprechenden Fahne — schamlos und hintertrieben gerade wieder von den heutigen "Altdeutschen" (die ihre Großmutter verkaufen würden) ausgenutzt, befindet sich die europäische Gesellschaft in einer Stunde höchster Gefahr.
Dann besteht die Wahrscheinlichkeit eines Erdrutsches durch den Zwang, entweder das hohle Versprechen der rigorosen Demagogen anzunehmen, das unweigerlich auf einen — zunächst inneren — Eroberungskrieg hinausläuft, um darin zu versuchen, sich selbst bzw. sein Versprechen zu erfüllen ... oder gleich, tatsächlich konsequent in jene* werkmäßige Beziehungslosigkeit gestürzt und zu ihr verdammt, zu krepieren. All das ist nicht gerade neu.
Der einzige Weg, nicht (erneut) das Opfer dieser Hasardeure zu werden, besteht in der heute durch die Relation von Europäischer Union zu ihren nationalstaatlich verfassten Mitgliedern möglich gewordenen "Identität von Identität und Nicht-Identität" (— Definition der Freiheit, sogar nach G.W.F. Hegel). Das lässt sich jedoch nicht unter dem Etikett "Europa der Vaterländer" oder "Europa der Nationen" sehen. Die Bestimmung des Staates darf nicht (noch einmal) Menschen mit einem beschränkten Freiheitsbegriff überlassen werden. Eine faktisch von der Identität her neue Fahne bietet die Gelegenheit dazu — zu beidem, dem unfreiwilligen, auf Übertölpelung durch Täuschung beruhenden Überlassen bzw. An-sich-reissen einerseits, wie auch zu der an sich mit der Neugestaltung beabsichtigten Möglichkeit des Nichtüberlassens, und daher ist dieser Raub so gefährlich. Die Räuber planen nichts anderes als die Übertölpelung der Bevölkerung mit dem künstlerischen Ausdruck, der in der Fahne Neue Form die diesen Zielen konträre Botschaft trägt.
Niemand kann sagen, die Europäer und die Welt seien nicht reif dazu, aus ihrer Geschichte etwas Sinnvolles, etwas Nachhaltiges, etwas Friedliches, etwas für die kulturelle Evolution Offenes zu machen. Im Gegenteil, gerade die Reiferen unter den Europäern sind so zweifellos, wie sie zahllos sind, in der Lage, dieses subtile Getriebe darzustellen und mit ihrem Schweiß ebenso wie mit ihrem Schmalz zu schmieren.
Doch wird dem Durchmarsch jener verlogenen, geschichtsfälschenden, gigantomachischen, reaktionären und hundsgemeinen "Christ"-Exekutiv- und Kindergarten-Merchandising-Oper nicht aktiv entgegengetreten, dann wird es bald wieder hochoffiziell verboten sein, gerade jene selbstbestimmte freiheitliche Ansicht zu hegen.
Die kulturelle Evolution, die Entwicklung der Menschen in der Gesellschaft, wird planmäßig gekippt werden. Das Niederdengeln der offenen Dimension in der ersten und zweiten Phase des Kidnappings der BildLogik Neue Form legt darüber bereits genauso beredtes Zeugnis ab, wie die plötzlich so zahlreich zu beobachtenden Bestrebungen, eine Art Wiedergeburt des Deutschen Reichs damit zu inszenieren ...
Wenn es zutrifft, dass es heute um die Ausbeutung der Gesellschaft in ihrer Gesamtheit geht, weltweit, so ist ein solcher Weg garantiert eine Sackgasse. Daran wird sich gerade dadurch nichts ändern, dass die Identitätsräuber die Identität einer kulturellen Evolution ... zerstören. Pseudo-Identität mit einer falschen Fahne führt unweigerlich direkt in den Graben. Und zwar bald — aber erst, wenn es absolut zu spät ist; denn ein zweites mal wird sich da nichts mehr machen lassen. Die offene Dimension des Werkes Schwarz-rot-gold-in-neuer-Form, die für kulturelle Evolution — und bestünde sie lediglich in einer alternativen Denkmöglichkeit — unabdingbar ist, ist nicht noch einmal herstellbar. Nie mehr.
Ist es nicht aufschlussreich, dass es gerade immer Menschen mit einem schweren existenziellen Handicap sind, wie etwa der als Halbwaise aufgewachsene Theo Zwanziger oder sein in einem Attentat zum halb immobilen Invaliden geschossener Vorgesetzter Wolfgang Schäuble, die zwanghaft, mit einem unverkennbaren Rückgriff auf mythische Vaterfiguren vom Führer bis zum lieben Gott die Ersatzvaterrolle in der Gesellschaft spielen müssen, und die dabei, gestützt auf ihre Klientel der Halbwelt, schlichtweg alles kapern, gleichzeitig sich einverleiben und aus dem Weg räumen, was ihnen nicht in den Kram passt? — Was sich von ihnen nicht einsperren lässt? In ihr untaugliches psychopathisches Halbgeflecht?
Alle Traditionslinien der Kultur der Moderne wurden während der letzten zwanzig Jahre von dieser Exekutive systematisch, eine nach der anderen, besetzt und gekappt, alle Wegweiser in Richtung Industrie verdreht. Aller Boden entzogen, kein Millimeter unter den Füßen der lebendigen Kunst gelassen. Ausgetrocknet, das Kind rücksichtslos mit dem Bad ausgeschüttet. Ausgeliefert, die Einzelnen hilflos gemacht, die Verbände zu Verrätern im Dienst dieses klandestinen Korporatismus umgebaut. Faschistoide, völlig unkreative, mechanöse Seilschaften und Präsidenten, wohin das Auge schaut. Dann die neue Fahne. Danke. Nehmen wir. Darauf haben wir bloß gewartet. Jetzt sind wir komplett.
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* So lässt es sich klar zusammenfassen: Sie entrechten und berauben Dich nicht nur banden- und generalstabsmäßig, also systematisch, auf das Gründlichste und Brutalste als Künstler, gehen Dir ans nackte Leben, sondern sie belügen, täuschen und verführen genauso die gesamte Gesellschaft über ihr Wesen, ihre Absichten und ihre Art ... jetzt mit einer ganz neuen Identität, von deren Versprechen sie nicht die geringste Ahnung haben.
Sie grenzen Dich aus, zerquetschen und vernichten Deine gesamte Existenz, wenn Dir irgendetwas nicht so ganz gefällt daran. Dann stempeln sie Dich, wie sie die Fahne Neue Form mit ihren Insignien gestempelt haben: Großzügig, infam und tunlichst final.
In der Affäre Weinreich haben sie, ebenfalls 2008, ein erstes Exempel dazu öffentlich statuiert: Mit jener Pressemitteilung, gespickt mit 18 Lügen, Wahrheitsverdrehungen und haltlosen Unterstellungen sollte der Mann existenziell vernichtet werden. Nach 6 von Weinreich gewonnenen Gerichtsdurchgängen, bei denen es unter anderen einschlägigen Punkten an sich erfolgreich darum gegangen war, dass der DFB eine Gegendarstellung zu jener PM veröffentlicht, sieht Weinreich, was die Politik des DFB ist und — "einigt" sich auf seine Initiative hin aussergerichtlich mit der gnadenlosen Kamarilla, die noch jahrelang, eben bis zu seiner Vernichtung, ihr dreckiges Spiel weiter mit ihm getrieben hätte ... unter der Bedingung, dass keine Gegendarstellung veröffentlicht wird, und dass in dem abschließenden Statement des DFB stehen darf, er sei nicht der Meinung, der DFB habe ihm existenziell schaden wollen.
Wer, bitte, möchte noch freiwillig in einem Land zusammen mit diesem DFB leben? Handelt es sich bei Deutschland um ein derartiges CDU-Fußballdeppenland, dass das, was der DFB da treibt, schon als "normal" gilt? Wie Zwanziger selbst betont, fällt dieses Handeln unter den Begriff Gesellschaftspolitik — für die er vom Innenminister Schäuble eine Vollmacht erhalten hat. Das ist finsterstes, primitivstes Mittelalter, eine gefährliche, unwürdige Räuberrepublik. Eine übergeschnappte Terrorfarce.
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** Die zusätzlichen Sondermaßnahmen fingen bei mir bereits im Juni oder Juli 2008 an, als die Räuber bemerkten, dass sie mich mitsamt ihren ganzen einleitenden Hammermaßnahmen nicht ein- für allemal aus dem Weg geräumt hatten:
Der DFB stellt einen Filz dar, der vollkommen unscheinbar über das ganze Land verteilt ist. Rein rechnerisch ist etwa jeder zwöfte deutsche Staatsangehörige — ob Greis, ob Kind, Frau, Mann, In- oder Ausländer — ein DFB-Mitglied. Was soll man sich da beispielsweise denken, wenn eines Nachts ein paarmal ein Internetbesucher aus Düsseldorf auf der Website einen Besuch abstattet, die diesen Fall ausführlich dokumentiert, und am darauf folgenden Tag mitten in Bayern eine DFB-typische, schwarze Riesenlimousine aus Düsseldorf mit Funk und DFB-Funktionär-Typen als Fahrer vor dem Haus steht, aus welchem jene nachts zuvor besuchte Domain stammt, selbem ein exzessives checking angedeihen lässt — um dann mit dem Nachbarn, freilich einem DFB-Mitglied (das während der WM 2006 sowie der EM 2008 mit nicht weniger als 6 großen Fahnen gleichzeitig über der Kabine seines Kleinlasters unterwegs war), ein paar Stunden in dessen Wohnzimmer zu schwatzen? Das wäre schon ein nicht mehr gerade zufällig ausgestatteter Zufall.
Das Dorf weiss fortan etwas, das man selbst noch nicht weiß, und derlei "Insiderwissen" macht bekanntlich schneller die Runde, als eine Lawine den Berg hinab an Volumen zunimmt. Das Gerücht zieht in die nahe Stadt, macht rasend schnell Karriere im Freistaat, geht von dort wahrscheinlich auch noch weiter. Für einen Selbständigen wäre das das sichere Aus, für einen selbständigen Grafiker, der ohnehin im Ruch steht, ein Künstler zu sein, weil er dauernd etwas Neues macht, ist es ... nichts Anderes.
Ich kenne das Gerücht übrigens bis heute noch nicht, selbst ist man ja der Letzte, der es erfährt. — Oder war es in der Antwort auf mein freundliches "Guten Morgen" neulich, als eine etwas entferntere Nachbarin darauf erwiderte: "Du spinnst doch!"?
offenes kunstwerk und redesign
Die Lage der Kunst ist 'doppelt', im Sinn einer doppelseitigen Einheit (wie sie auch in doppelter Weise dem Medium der Fahne als solchem zu eignen scheint): Sie erfüllt den "normalen" Dualismus — hier die Welt und ich, und dort das Jenseits und "Es", oder "Er", oder "Sie", oder auch das diesseitige Jenseits — indem sie die erkenntniskritische Haltung jenes "Er, Sie oder Es", oder jenes diesseitigen Jenseits, selbst einnimmt und dennoch die Beziehung zur Welt, in der sie sich befindet, nicht aufgibt, sondern gerade diese unter diesen Bedingungen darstellt.
Gleichsam von aussen und von innen zugleich. Jene "doppelte signifiance der Sprache", mit der E. Beneviste "dem linguistischen Phänomen als Ganzem gerecht zu werden" versucht hatte, gleichsam transzendierend, um "'jenem anderen Aspekt,'" — wie Agamben (1, S.292) bezüglich dieses "Linguisten, der unserer Ansicht nach eine neue 'Situation' der Sprachwissenschaften herbeiführte" erläutert — "des Problems des Sinns, worin der semiotische Zeichenbegriff (als positive Einheit von Signifikant und Signifikat) nicht mehr gültig ist", beizukommen.
So ist die Führungsrolle der Kunst keine vorläufig-funktionale im Sinne eines Industrieführers, der an der Spitze einer pyramidenförmigen Hierarchie das Heer des Volumens seiner Pyramide organisiert und anführt. — Es zu lenken, zu bewegen scheint, ganz wie ein Staatsmann, weil doch die Pyramide scheinbar ebenso fest und unverrückbar auf ihrem Stückchen Erde klebt, wie Seepocken auf einem Schiffsrumpf (womit sich dieser Standort nun, durch die eigentlich schon permanent gewordene Bedrohung, man könne ja die Anker lichten, also durch das Beheben dieser Illusion, verschieben, ad absurdum führen und erpressen lässt).
Die Kunst hat keinen windigen, sondern einen an die Sprache als solche gebundenen Standort — doch sie käme, als solche, nie auf die Idee, sich auf eine Muttersprache zu beschränken; sie ist selbst Sprache.
Im Fall eines re-designs eines staatlichen Hoheitszeichens zum Zweck der Revolutionierung ex nihilo — was ein Vernichten des Nichts an der Stelle bedeutet — kommt die Idee vielleicht von dort zu ihr, wird aber von ihr auf ihre ganz eigene Weise behandelt, das heisst, sie wird einem auswegslosen Orientierungs- und Werkprozess (das ist das "Urheben", insbesondere und gerade im Falle eines redesigns, das sich der Beliebigkeit als solcher absolut begeben muss) unterzogen, der sämtliche Fiktionen ausschalten will — bei dem es also nur um das geht, was wirklich und tatsächlich, also was Sache ist. Was ist. Minus der Illusion.
Damit ist die Kunst nichts anderes als die praktische Seite der Ersten Philosophie (und daher ist sie auch von aller Religion, oder besser gesagt deren jeweiligen Vertretern bzw. deren Funktionären so sportlich verhasst). Bei ihr geht es nicht mit leerer Hand und leerem Herzen. Sie ist nachhaltig operativ, weil sie das Offene von Haus aus anerkennt, das Element der kulturellen Evolution (das jener Industrieführer und die um ihn buhlenden Politiker vermissen lassen), genauso wie die materiellen Bedingungen wohl auch.
Die Orientierung, die sie vermittelt, ist daher direkt politisch, weil sie praktisch-direkt, sinnenhaft und ... an das Verständnis ihres Standorts gebunden ist. Die Kunst bleibt allerdings bescheiden und nur als Anregung aktiv, nicht als Befehl, nicht als verschwurbelte Instruktion, weder als Obstruktion noch als eine Demagogie. Sondern, wie aufgezeigt, als Deaktivierung des Gesetzes des Standorts, des momentan bestehenden Imperiums, und dessen gleichzeitiger, dadurch geschehenden Erfüllung. In jedem Fall jedoch gilt: Sie ist Proklamation.
Sie hat allerdings ihren Part bereits geleistet, als sie entstand.
Ihr Gebrauch steht frei — aber ihre Werke sind nicht gemeinfrei in dem Sinn, dass sich ihrer irgendjemand zu anderen Zwecken bedienen darf. Kunst ist das paradoxale Mittel ohne Zweck per se.
Im Fall eines Werkes, das die Farben eines staatlichen Hoheitszeichens in eine vollkommen neue Form bringt, ein völlig neues Ordnungsmotiv damit darstellt und somit eine — auf seine Weise — führende Orientierung, ja, unbenommen ein Leitmotiv ... des Offenen ... abgibt, wäre — oder ist — sein Missbrauch durch vollkommen kunstlose, vollkommen desorientierende Lügner (und vor allem, wenn es sich dabei um Deutsche handelt, die schon ein paar mal in dieselbe Kerbe schlugen) fatal.
Die Kunst ist nicht ohne ihre Anerkennung — ohne Anerkennung des mobilen, im geistigen Sinn, offenen Menschen — zu haben. Jedenfalls nicht als solche. Und schon garnicht für das Schmücken eines lausigen, von zynischer Täuschung bestimmten Standortes, der sie dafür umbringt.
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Die Urheberrechtsgesetzgebung sieht übrigens ein echtes re-design genau so als ihren Gegenstand wie eine absolute Neuschöpfung, eben weil es sich dabei im Grund um nichts anderes handelt — vorausgesetzt, ein solches re-design erreicht auch eine gewisse Schöpfungshöhe: Hier geht es um Identität(en), und eine Identität lässt sich nicht verändern, sie ist per definitionem, was sie ist.
Eín re-design erscheint, so gesehen, sogar viel schwieriger als eine vollkommen bedingungslose Neuschöpfung (da es tatsächlich mit Vorgaben arbeiten, aber, von der Identität her gesehen, etwas vollkommen Neues erarbeiten muss, die — in jeder anderen Kunstgattung mit Ausnahme der Konkreten Kunst, welche, mit dem Anspruch ein allgemeinverbindliches Medium unserer Refelexion zu sein, für sich sowohl die Grundlagen als auch die Darstellung eines Universalienrealismus in Anspruch nimmt) sich vielleicht doch mit einer Art von Beliebigkeit behelfen könnte?
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Nein, hier gibt es keinen Ausweg. Konkrete oder konstruktive Kunst und das re-design einer Identität haben miteinander gemein, dass sie einzig und allein — ganz wie jede gesellschaftliche Gegenwart — vom heutigen Wissensstand bedingt und bestimmt sind. Das re-design eines historischen Zeichens trifft in dieser Kunst mit der Wissenschaft zusammen, die eben unsere heutige Gegenwart in allen Aspekten maßgeblich konstruiert. — In allen? Genau darum geht es hier: Um nicht weniger als die "letzten Fragen", um Gott und Welt, wie man sagt. Plus, also darüber hinaus: Ein Design für die Evolution, die dem Leben dieser beiden, oder, um keinen Atheisten auszugrenzen, ausdrücklich auch dem, was man darunter allgemein versteht, gerecht zu werden vermag — das heisst, dem Offenen eine Chance lässt, das das Sein ist.
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Eine Fahne hat per se etwas mit social engineering zu tun. Zur Klärung der anthropologischen oder primordial-gesellschaftlichen Aprioris (das heisst, wie H.H. Holz, 2, S. 25 sagt, der bis heute in Erfahrung gebrachten Erfahrungsnormen) kommt also beim Thema einer Fahne der Zukunftsaspekt hinzu, guidance, wie es im Englischen heisst, das bewusste, allerdings keineswegs beliebige oder willkürliche Setzen eines Führungsaspekts (geschweige denn eines Ersatzgeplänkels wie 'Fußball ist Zukunft'), ein mit den von der Konkreten Kunst geforderten und eingesetzten Mitteln eines bildnerischen Universalienrealismus umzusetzendes "Zukunftsziel", das genau wie jene Mittel am Werk selbst aufweisbar — und damit allgemein nachweisbar — ist.
Das in der Gestaltung Neue Form gesetzte Anschauungsziel ist, wie hier jetzt in möglichst hinreichender Weise dargestellt werden sollte, in einem Zusammentreffen von Offenem und Erfüllung zu sehen, beides Dinge, die zugleich wesentlich für den Menschen, aber durch die Anlage der alten Fahne Schwarz-rot-gold definitiv ausgegrenzt sind.
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Die alte deutsche Identität, wenn man so will, ist heute nur noch ewas für Leute, die gegen jedwedes zeitgemäße Reglement und Vitalbedürfnis ihre illegitime, hausbackene und brutalstmögliche Herrschaft über die Gesellschaft und den einzelnen Menschen darin im Filz ausüben wollen — um jeden Preis. Wenn es sein muss, auch (wieder) offen. Dazu sichern diese sich heute mit aller Konsequenz und Ausschließlichkeit die absolute "Kommunikationsherrschaft", wo — und worüber — auch immer kommuniziert wird (und deshalb ist für sie die Unterschlagung der neuen Fahne so wichtig, da sie ein Kommunikationsmittel auf der höchsten Zeichenebene der Welt ist).
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Die Verzweiflung über die Diskrepanz zwischen existenziellem Versagen — etwas, das in Wirklichkeit keinem Menschen, und sei er oder sie auch noch so unehrlich sich selbst gegenüber, verborgen bleibt — in Hinblick auf eine zeitgemäße, und dadurch erst mehr oder weniger gültige Identität, sowie dem eigenen unersättlichen und absolut gesetzten Führungs- und Herrschaftsanspruch, der den somit betrogenen Objekten dieser Begierden in Wirklichkeit keinerlei menschliche oder auch nur noch "deutsche" Direktive zu geben vermag, zwingt die unverschämtesten und gewalttätigsten Repräsentanten des weit zurückgebliebenen, dennoch unausgesetzt in den usurpierten Vordergrund gerückten altdeutschen Popanz, hinsichtlich der neuen — sagen wir einmal deutschen und deutschfreien — Identität, die bei jenem re-design herauskam, exakt so zu verfahren ... wie sie es taten.
Wie aber wollen wir das Beste der Entwicklungen des letzten halben Jahrhunderts mitnehmen und — Europäer, Europäer als Europäer und Nicht-Europäer sein, wenn uns diese Art von "Deutschem" wieder blüht? Ich sage noch einmal: Das hatten wir schon. Und Europa, die ganze Welt ebenso.
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Das Bekämpfen jener so dreisten wie raffinierten, so gefährlichen wie primitiven Identitätsräuber, reich an Zahl und Macht, geht nun, zusätzlich, seit mehr als einem Jahr; von Anfang an wurde auch hier das Motto 'Dranbleiben' vom Thema diktiert.
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Wie gezeigt, beinhaltet die Planung zum Abschluss des schmutzigen Geschäfts der Plagiatoren (scheinbar paradoxerweise), diesen über die von ihnen übertölpelte und/oder dominierte, auf alle Fälle jedoch versiert in derlei Rechtsgeschäften ausgehebelte Gerichtsbarkeit laufen zu lassen, mithin ihren Raub auf diese Weise eventuell zu legitimieren. Pervers, fürwahr, doch vielleicht auch "nur" der Notfallplan für den Fall, dass die "ganz natürliche Auslese", die ihre quantitative Ausgangsposition den Gangstern offeriert, nicht funktioniert:
Denn allein schon die Gebühren zum Beschreiten dieses — eben dennoch wie eine Falle aufgestellten — "Rechtsweges" bemessen sich auch nach der Anzahl der Gegner, nicht nur nach dem von diesen von Haus aus in schwindelerregende Höhen gesetzten Streitwert.
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Die Wahl, vor die derjenige gestellt ist, der diesen identitätslosen Identitätsräubern beikommen möchte, dürfte für einen Normalsterblichen also direkt entfallen.
Das 'Dranbleiben' löst sich damit notgedrungenermaßen auf — und die Gangster sind am Ziel, sie werden haben, was sie wollten: Grünes Licht für ihren Betrugsdurchmarsch. Die alte in der neuen Form (O. Spengler nannte das die Pseudomorphose), der Wolf im Schafspelz. Sie werden weiter, wie sie das bereits auf das Massivste getan haben, genau dort kulturelle Innovation mit ihrem Raubgut inszenieren, wo ihre Absichten im genauen Gegenteil verlaufen. Im Restaurativen.
Das auf das Kriminellste und Brutalste vorgenommene Abstempeln dieser "deutsch-deutschfreien" Identität durch den Bezug zur "deutschen Nationalmannschaft" verrät nicht erst in etwa, sondern ganz praktisch, wer oder was da zu Gange ist.
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Dieser Punkt ist heute also, weil — neben den schmutzigen Tricks der mafiösen Räuber nicht zuletzt aufgrund fehlenden Geldes — nicht geklagt werden konnte und kann, so gut wie erreicht, insofern die Möglichkeit für die Identitätsbetrügerbande nicht weiter widerlegt werden können wird, Politik mit ihrer unterschlagenen Hehlerware zu machen.
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Der Ring, die Schlinge der Kommunikationsherrscher um meinen Hals zieht sich damit unaufhaltsam zu. Die Zeit arbeitet für sie, sie haben sie, wie ja gesagt, gestohlen. Die Welt — scheint taub, betäubt.
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Es geht also (derzeit) nicht übers Gericht. Die Auseinandersetzung muss gerade anders, das heisst durch das, um was es im Prinzip von Anfang an ging, geschehen: Durch Kommunikation.
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Seit dem 1. Juli 2009 gibt es daher hier ein Spendenkonto für den Fall, dass auch Sie die Rechtsauffassung der Exekutivkamarilla und ihre uns allen zugedachte Zukunftsvision nicht teilen möchten.
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Das Ziel dieser Aktion ist es, am Ball bleiben und mit solchermaßen zustande gekommener Kriegskasse eventuell doch gerichtlich gegen die Identitätsräuber klagen zu können, zumindest aber weiter Paroli zu bieten.
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Jeder Cent ist willkommen, und die laufenden Ereignisse — sowie das gesellschaftlich normalerweise Unsichtbare, das dieses Projekt offenbar und sichtbar werden lässt wie eine dem Körper des Kranken verabreichte Kontrastflüssigkeit vor dem Röntgen — werden hier zusammen mit dem Resultat dieser Aktion ... dank Ihrer Mitwirkung und Hilfe ... weiter anschaulich gemacht und weiter kommuniziert werden (können).
dynamik
In Wirklichkeit, obwohl die Bild-Logik Neue Form nichts mit irgendeinem Nationalismus zu tun hat und/oder zu tun haben will, raubt jene Kamarilla dadurch, dass sie diese Bild-Logik raubt und verfälschend zum Betrug einsetzt, diesem Deutschland gerade das bisschen Selbstbewusstsein, das es als Staat von Menschen bräuchte, die die Dynamik einer weltweiten gemeinsamen Evolution bereits in sich selbst als eine neue Stufe der Schöpfung anbrechen fühlen — und diese als die Freiheit selbst in eine Identität von Identität und Nicht-Identität, wie Hegel sagte, hinaustragen, sich über das Alltags-Ich zu einer neuen Gemeinsamkeit hinaustragen lassen wollen.