neue form

die vektorfahne © p. hauf 2007-2010

gesellschaft ohne spirit

Was, nun, ist jener Wert, den das Werk Neue Form hat, und auf den die Räuber so scharf sind, dass sie eine kriminelle Vereinigung bilden, eine Intrige konzipieren, eine Kampagne starten und durchziehen, die bis zur Ermordung des Urhebers geht?

Es ist etwas vordergründig Unsichtbares, das durch dieses Werk in den Vordergrund geholt und sichtbar gemacht wird, ein geistiges Vermögen mit dem Geist der Kunst, kurz und gut: Spirit.

Nichts — und das wird hier bewiesen — könnte für die Geistlosen wichtiger sein, als alle Welt mit diesem visual, das Geist oder spirit hat, über sich zu betrügen.

Es ist die Identität, die sie nicht haben, die ihnen nicht eignet, die ihnen fehlt. Die geistlose Gesellschaft nimmt dieses visual mit Gewalt, um alle Welt zu beschupppen.

Das kann man mit einem visual machen. Wenn es gut ist, wenn es spirit hat, und damit Schöpfungshöhe, wenn es funktioniert, selbst bis in die letzten Entstellungen — denn den spirit kann niemand kaputt machen. Spirit ist die ultimative Identität der Kulturkreativen, auf der ganzen Welt.

Es ist gegen jedes Gesetz, gegen jeden Anstand, gegen das Universum (nicht zuletzt, da es sich hier um ein Werk der Umsetzung der Universalienrealismen handelt, das sich erfolgreich gegen die archaische Magie wendet, die, und das beweist es, wie eine Muräne aus ihrer Unterwasserhöhle geschossen kommt, um ihren Giftzahn in dieses Werk zu schlagen), gegen den spirit, was sie da tun.

Und so ist es gegen sie selbst.

Der spirit dieses Werkes wird sie bezwingen und sie jetzt, da sie es aufgefressen und verschluckt haben, von innen heraus bearbeiten.

"(...) Sie protestierten, sie erfanden jene "sittliche Weltordnung", von der sie behaupteten, dass sie von ihnen bewahrt und gerettet werden müsse; sie nannten sich das auserwählte, das Gottesvolk, ohne doch sagen zu können, weshalb sie es seien; sie verdrehten die Werte, suchten ihren Stolz im Widerspruch und spielten einen Heroismus aus, vor dessen hochtrabender und auf Schrauben ruhender Pose die übrige Welt in Gelächter ausbrach. Sie rühmten all ihre Verbrechen als Vorzüge und Tugenden und travestierten damit die Moralität der andern, denen sie sich überlegen fühlten. (...)"HUGO BALL, 1918