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die vektorfahne © p. hauf 2007-2010

Titel der Originalausgabe 'The Full-Fledged Khyung-chen- Bird'; erste Übersetzung in eine westliche Sprache, 1996, von Herbert V. Guenther.
Immanente Ausnahme I (tantrayana) >>free sun<<©®™-Serie, [Gegenstandslose Sonne] P. Hauf, 1990.

Mein Kontakt zu Herbert V. Guenther, der neben dem Khyung-chen auch noch sehr viele andere maßgebliche Werke der fortgeschritteneren buddhistischen Literatur (ausschließlich ins Englische, obwohl er gebürtiger Deutscher war) übersetzt, kommentiert und herausgegeben hat, kam über das von mir 1990 geschaffene und im Laufe der darauf folgenden 5 oder 6 Jahre zu einer evolvierenden Serie geratene Symbol free sun zustande, das sehr viel mit der (1996 entstandenen) Titel- Illustration auf dem Khyung-chen- Bird zu tun hat.

Der Khyung-chen wird als (über den schon in der alten tibetischen Mythologie als "Sonnen"-Chiffre benutzten "Kuckuck") übertragenes "Sonnen"symbol (im tibeto-buddhistischen Sinn, d.h. nicht gegenständlich) assoziiert; es geht dabei — siehe auch hierzu den detailreichen Text, rechts, von Klong-chen rab-'byams-pa — um nichts anderes als ... das Denken des Denkens.

Während es sich im Rahmen — wie in den Resultaten — der metaphysischen Tradition des Abendlandes zeigt(e), dass die mit dem "Denken des Denkens" aufgeworfene Kernfrage einer "reinen Potenz" hier nicht weiter oder näher beantwortet werden kann, ist Klong-chen rab-'byams-pa Dri-med Od-zer (1308-63, ein sehr berühmter und enorm produktiver tibetanischer Autor), gerade hierzu in einer an Profundität und, nach dem Urteil der herausragenden Experten der einschlägigen Literatur sowie der "Sache" an sich, vor allem natürlich Herbert V. Guenthers, auch in "hochpoetischer" Hinsicht fähig.

Er drückt in seinem Essay über die Freiheit als Dynamik des Seins das ganze Geheimnis sowohl des Khyung-chen als auch des Symbols free sun aus.