neue [bewusstseins-] form: freisein

das werk Neue Form © P. Hauf 2007-2017

Schwarz-Gelb. Das alte "weltliche" kyrion- oder Souveränitätssymbol (vgl. u.: Rot) des Alten Deutschen Reichs [neben dem das schließlich (per Michaels-Dogma) unter den eifersüchtigen Augen der Protestanten in den Händen der Römischen Kirche gelandete, von Leo XIII. wider Willen des alten politischen Katholizismus in Deutschland (Peter Bürger 1) auf das "Schwert der katholischen Kirche, Deutschland", übertragene (und heute von der Protestantenclique Merkel/Schäuble/Th. de Maiziere unter systematischer Entmündigung/Bevormundung für die retorten-"evangelikale" Sache der CIA (Vgl. z. B. Engdahl 1), quasi "das Schwert der protestantisch-jüdischen One-World-/New-World-Order- Kirche" zu monopolisieren versuchte), letztlich aufgrund seiner äusserst komplexen Intrinsität und seiner daher demagogisch leicht zu missbrauchenden Wirkmacht über die Menschen entscheidende, "autoritäre", schließlich in entsprechender Entstellung/Entartung (nämlich depravierend in jenes "Alte kyrion", Schwarz/Gelb, "integriert") das neue kyrion des verfassten, genau wie jedes andere Imperium kriegsbesessenen Christentums repräsentierende Rot existierte]: Im übertragenen Sinn das normativ-rechtliche Element potestas in den "neuen deutschen Farben" (dem SchwarzRotGold der ersten Hälfte des 19. Jhds.) — die lt. der Analyse Giorgio Agambens für das westliche politische System typische, gleichzeitige Spaltung/Zusammenfügung des Politischen (Vgl. Agamben 13) in eine politisch handelnde, verfassungsgebende (politeia/schwarz) -, und eine als "ihr politisches Resultat" (die verfasste Gewalt, politeuma/gelb oder "gold") zwar theoretisch (seit Aristoteles, wie auch in der deutschen Verfassung von 1949/1991: "Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus") als "die oberste Gewalt", das kyrion, die Souveränität" definierte (und deshalb seinerzeit anlässlich des Hambacher Fests wahrscheinlich auch mit umgedrehten Farben präsentierte), praktisch jedoch dem immer wieder auferstehenden, nach wie vor dominierenden Herrschafts- bzw. Führungs- bzw. Souveränitätsanspruch der Regierung der Alten Kreise (welche mehr oder weniger mit den berühmten transnationalen "Bilderbergern" identisch sein dürfte) und ihrer Exekutive zu unterwerfen versuchte bzw. unterworfene (unter die Gewalt/ die Macht des — durch Ausschluss einschließenden — souveränen Banns gebrachte) Gewalt .

Die heterochrome heraldische Symbolfarbe für das mythologische "rechtserhaltende" Element im Rechtssystem des Okzidents (Vgl. Agamben 7, S. 101). 

 

Schwarz/Gelb

(— Gelb:) Dem (im Zusammenhang mit der hier vorliegenden Arbeit als solchen für die Allgemeinheit entdeckten) geheimen Gründungsmythus des Deutschen Reichs bzw. "Deutschlands", dem apokryphen Eid Aqae, entsprechend der politisch-juridisch verfasste, folgend der "für die Zeit seines Zorns" (Eid Aqae) versprochene, insofern "goldene" Ort, der "Sand", über welchem

(— Schwarz:) eine ökonomisch-gouvernementale, gemäß dem einst von den Christen als "übererkennbar", "unsichtbar", "überwesentlich", als den "Urfrieden", als den "Unbekannten" (Vgl. Ball 3, z. B. p74, p89, p139) etc. erachteten Gott schwarze "Statthalter"-Rationalität (zunächst figürlich symbolisiert als der Schwarze Adler) thront(e).

 

Rot. Im übertragenen Sinn das anomisch-metarechtliche Element auctoritas in den deutschen Farben, besetzt von der und durch die "christliche" Michaels-Dogmatik (vgl. Text rechts, sowie 'Die Kirche Michaels' und der 'Eid Aqae') — bzw., im wirklichen Leben, eben die Farbe des somit von jener Dogmatik annektierten 'nackten' (Giorgio Agamben), 'bloßen' (Walter Benjamin), 'einfachen' (Carl Schmitt) Lebens; eigentlich jedoch die Symbolfarbe der profundesten Lehre über den rätselhaften "Kern" der zōé, "die natürliche Annehmlichkeit" — deren politische Definition bzw. das Erkennen des Politischen als deren wertvollster, eigentlichster Kern gerade im Rahmen der metaphysischen Tradion des Abendlandes schlichtweg unmöglich ist und es auch bei sich dadurch zwangsläufig und ständig wiederholender Katastrophe bleiben wird, wenn ... die selbsternannten Kommunikationsherrscher und Welterlöser nicht besiegt werden.

Die monochrome heraldische Symbolfarbe für das mythologische "rechtssetzende" Element im Rechtssystem des Okzidents (Vgl. Agamben 7, S. 101).

Siehe auch: Das Geheimnis des Rot

 

 

die fatale wegmarke einer bereits gründlich gescheiterten philosophie

Eine Fahne auf dem Niveau eines nationalstaatlichen Hoheitszeichens — welche mit den Mitteln der Heraldik bzw. der mehrere tausend Jahre zurückreichenden heraldischen Tradition im Kern die (etwa seit der im 15. oder 16. Jahrhundert unserer Zeitrechnung beginnenden Neuzeit zunehmend so genannte) "nationale" Ausnahmegewalt in dem betreffenden Staat darstellt und damit dieses Niveau bezeichnet bzw. hat (man kann davon ausgehen, dass diese Bedingung von jeder einzelnen "Länderfahne" der heutigen Staatenwelt erfüllt wird) — spannt eine metarechtliche, also über Recht und Gesetz liegende, künstliche mentale Dimension auf, der nicht nur jede und jeder Einzelne der jeweiligen, den betreffenden und dergestalt formatierten Staat identifikatorisch als den ihren betrachtenden Gesellschaft — mit der entscheidenden Ausnahme einer den Typus und damit die Eigenschaften der erwähnten Ausnahmegewalt (also subtil die Ausrichtung der gesamten Gesellschaft) bestimmenden, bzw. diese "tragenden", bzw. diese als die ihr ganz allein zur Verwaltung und Bewirtschaftung aufgetragen betrachtenden Führungsschicht — unterworfen ist, bzw. sich als "Staatsbürger", als der vermeintliche subjectus supreaneus (wörtl.: "der, der zugleich ganz oben und ganz unten ist"), selbst unterwirft, sondern auch dieser Staat.

Ein solches Ding ist — mit einem Ausdruck aus der Computerhandhabung — der oder das Alias des imperiums.

Deshalb ist es von prioritärer Wichtigkeit für alle unter so einem Tuch versammelten Staatsbürger, sich über zwei Dinge klar zu werden, nämlich was es genau darstellt, und wer — das heisst auch: zu welchem Ende — es letztlich monopolistisch beansprucht.

Wo die auf dieser Ebene also identische Bestimmung und Ausrichtung von Staat und Gesellschaft, von vermeintlich "demokratisch" erwählter auctoritas und potestas nämlich über die jede Stimme der Bevölkerung unvergleichlich machtvoll übertönende Dunkelheit solch einer sich selbst überlassenen metarechtlichen Dimension unkontrolliert in eins, in die "Obhut" eines imperiums, fallen, ist der Boden der Dummheit (bzw. natürlich der eben diese Dummheit autoritär unter Zuhilfenahme sämtlicher bekannter, mit unendlich erscheinenden wissenschaftlichen Ressourcen in atemberaubender Geschwindigkeit weiterentwickelter und immer "auf den neuesten Stand" gebrachter Sozialtechniken züchtenden und unter Umständen sogar kriminogen ausnutzenden und abschöpfenden Raffinesse) -, und ist die mentale Prä-Disposition für einen fundamentalen Absolutismus (das bedeutet, wie z. B. Giorgio Agamben 7 herausgearbeitet hat, im Klartext immer die Besetzung der zentralen Fiktion einer "substantiellen Verbindung zwischen Leben und Norm, zwischen Gewalt und Recht" im tatsächlich leeren Schrein der Macht mit irgendeiner — zauberhaften — Legende, eben durch die spezifische Legende eines imperiums) nicht nur bereitet, sondern dieser ruft dann geradezu nach der Ergreifung durch irgendeine, zur zynisch-gewaltsamen, die Gesellschaft in diesem Vakuum gleichschaltenden "Verbindung" (in einer tödlichen Maschine) jener eben nie wirklich auf derselben Ebene des Kreatürlichen (der auch die von den Kirchen bzw. Glaubensgemeinschafts-Organisationen dieser Welt geschaffenen Götter angehören) mit einander zu vereinigenden Elemente, zur rücksichtslosen (und sich entschieden selbst bereichernden) Gewalttätigkeit bereiten Macht, eben, es bleibt zu wiederholen, durch ein imperium; denn dieser Boden muss im Sinne jener "Ausnahme-und-Regel-müssen-eins-sein"- Ideologie beackert, mit dem einen oder dem anderen Big-Brother- Spektakel eingesät werden, und kann dann — total, gleichsam wie vom Tod persönlich, ganz nach dem Motto "Wir geben es und Wir nehmen es" — abgeerntet werden:

"Der normative Aspekt des Rechts kann so ungestraft entwertet, ihm kann widersprochen werden von einer Regierungsgewalt [violenza governamentale], die im Ausland internationales Recht ignoriert, im Inneren einen permanenten Ausnahmezustand schafft und dann vorgibt, immer noch das Recht anzuwenden" (Giorgio Agamben 7, S. 102).

Es ist, so wie die Welt heute im "amerikanischen Jahrhundert" der "New World Order" und der "Full Spectrum Dominance" (sowie des US-Dollars als globale benchmark-currency, also "Leitwährung") aussieht, im Dunstkreis der metaphysischen Tradition des Abendlandes (sowie selbstverständlich auch im Kreis der von dieser Verkrustung bedrohten Erdteile) keine Frage mehr, welches imperium es letztlich ist, das die erwähnte Schlüssel-Bestimmung und End-Ausrichtung auch für seine Verbündeten vornimmt (bzw. definitiv und unerbittlich vornehmen will, wenn es da noch Hindernisse geben sollte).

Im Falle "Deutschlands" ist es — unter der einen, für die hiesigen Mitspieler und Macher verbliebenen Schwierigkeit (Frau Merkel/CDU und Co. arbeiten mit Heeresmacht daran), nach dem "Hammer-und-Zirkel"- DDR-Staatsemblem auch noch das symbolisch für den "alten", einem staats-autoritären, absolutistischen Durchmarsch politisch doch ziemlich quer im Weg liegenden, westdeutschen Föderalismus stehenden "Bundesadler"- Wappen von der dann endlich wieder zu einem (im oben ausgeführten Sinne) "richtigen", "reinen" (und damit den reinen Wahnsinn des Jahres 1848 wieder, so als wäre zwischenzeitlich nichts gewesen, aufgreifenden) nationalen Hoheitszeichen, endlich zum direkten und alleinigen, dem tatsächlich herrschenden Imperium monopolartig überstellten bzw. besenrein zur Verfügung gestellten Sprachrohr freigepusteten Fahne "Schwarz-Rot-Gold von 1848" wegzubringen (wozu die großen nationalen Sport-Inszenierungen wie die Olympiaden oder die großen Fußball-Events, deren Fans, und die entsprechende 'schwarze' Propganda das Mittel der Wahl bzw. der Verführung sind) — nicht mehr weit hin, dass auch noch der letzte Rest an selbständigem, freien Hirn von der (geheimen, aufgrund seiner für den Großteil der heutigen Weltbevölkerung mit ziemlicher Sicherheit tödlichen Konsequenzen im Geheimen verfolgten) Welle der deutsch-amerikanischen Geopolitik hinweggefegt sein wird.

War es das dann, ist die Welt noch immer (heute nach dem Zusammenbruch des Ostblocks vor zwanzig Jahren nur noch totaler, als je ausserhalb von science-fiction- Romanen für möglich gehalten) ihre eigene, nur noch systematischer und konsequenter alles freie menschliche Handeln mit ihrem "Politischen", d. h. mit der "Creme" ihrer abendländischen Metaphysik erdrosselnde Gefangene?

Die mit "Schwarz-Rot-Gold von 1848" zur Darstellung gekommene, bis zur Hervorbringung des Werkes Neue Form (2007) auf dem jener Ausnahmegewalt unterstellten Gelände unerkannt gebliebene, gleichzeitig in der Form eines Justitiums arretierte metaphysische Maxime lautet: Total-Vergegenständlichung bzw. - Subjektivierung und "Überfall auf das Ding" (Heidegger) — damit zu allem Überfluss auch noch auf ein letztlich nicht-existentes "Selbst" — als metaphysische General-Verfassung und Lebensmotiv des deutschen Untertans.

"Germans to the Front!" — die Beute bist Du selber, es wird Dir bloß niemand sagen.

das organon eines religiösen absolutismus; totalitäres paradigma eines autoritären staates

Mit den mittelalterlichen, mythischen Reichsfarben das Paradigma des Ausnahmezustands, das Justitium, visualisiert bzw. zementiert.

 

visuelle kommunikation

Die deutsche Fahne Schwarz-rot-gold stellt einen Bruch (mit Zähler, Schranke und Nenner) dar, bei dem die jeweilige, kompress angelegte Grenze zwischen der roten Schranke und der alten, schwarz-gelben Gruppe "den [unvermittelten] Bruch zwischen zōé und bíos, zwischen Stimme und Sprache" (Agamben 2, S. 21), zwischen 'einfachem' und 'politischem' Leben markiert, in dem "das nackte Leben (...) in der Form der Ausnahme eingefasst (bleibt), das heisst als etwas, das nur durch eine Ausschließung eingeschlossen wird." (Ebd.)

Daher kann (vielleicht allein) in der Sprache der visuellen Kommunikation, in einem Entsatz des so gelagerten Rot, welcher jedoch die Trennung vermeidet (indem er alle drei Farben in einem einzigen Farbgradienten erfasst und zusammenhält), gerade das gelingen, was "der Politik in der Ausführung ihres metaphysischen Auftrags [im Rahmen der abendländischen Tradition], der sie zunehmend die Form einer Biopolitik hat annehmen lassen, nicht gelungen" (Ebd.) ist, nämlich eben "die Verbindung herzustellen, die den Bruch zwischen zōé und bíos, zwischen Stimme und Sprache hätte überwinden sollen." (Ebd.)

Eigenartigerweise wird gerade durch diesen Schritt auch der Bereich der visuellen Kommunikation überschritten werden, und "nichts mehr" wird kommuniziert werden in dem Sinn, dass nichts mehr sichtbar gemacht wird, von dem der Westen behauptet, dass es existiert — nämlich eine immanente Ausnahme als reines Ereignis.

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verkoppelung | verkuppelung

"In unserer Kultur ist der Mensch immer als Trennung und Vereinigung eines Körpers und einer Seele gedacht worden, eines Lebewesens und eines lógos, eines natürlichen (oder tierischen) und eines übernatürlichen, sozialen oder göttlichen Elements. Wir müssen hingegen lernen, den Menschen als Ergebnis der Entkoppelung dieser zwei Elemente zu denken und nicht das metaphysische Geheimnis der Vereinigung, sondern das praktische und politische der Trennung zu erforschen." (Giorgio Agamben 6

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faktizität gegen faktum - und umgekehrt

"Wahrhaft politisch ist indessen nur solches Handeln, das den Bezug zwischen Gewalt [violenza] und Recht rückgängig macht. Und nur vom Raum aus, der sich so öffnet, wird es möglich sein, die Frage nach einem eventuellen Gebrauch des Rechts nach der Deaktivierung des Dispositivs zu stellen, des es — im Ausnahmezustand — an das Leben band." (Giorgio Agamben 7, S. 104)

Der kommunikative Unterschied zwischen der üblichen deutschen Fahne und der Fahne Neue Form könnte größer nicht sein: Wo die Neue Form den Raum öffnet und es vermag, die Faktizität der immanenten Ausnahme darzustellen (d. h. nichts mehr zu kommunizieren), hält die alte deutsche Fahne jede Offenheit mit dem Faktum der Gewalt — der Philosophie des Faktums — nieder.

"Auf der Entsetzung des Rechts sowie der Gewalten, auf die es angewiesen ist wie sie auf jenes, zuletzt also der Staatsgewalt, begründet sich ein neues geschichtliches Zeitalter." (Walter Benjamin 1, S. 63) Grundstürzend neu: die Neue Form revolutioniert die Farben.

 

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