der philosoph ...
Der Philosoph erfindet nichts, sondern findet nur; deswegen nennt er sich auch einen Freund der Weisheit, nicht deren Urheber.
(...) Für einen Sokrates, Platon oder Aristolteles aber gilt: Durch systematisches, radikales Prüfen vorhandener Begrifflichkeit lässt sich die Wahrheit, welche sie das Nicht-Dunkle (alätheia) nennen, also das, was sozusagen ans Licht geholt wird, finden. Dass das kein leichtes Unterfangen ist, ist ihnen klar (...).
Dass jedoch der Weg zur Wahrheit "methodisch" - (met-hodos) der Weg hinein - zu finden sei, scheint nicht weniger klar."
Rainer Rotermundt, S. 16)
Allerdings darf sich andererseits der schöpferische Finder einer Bildsprache für das Gefundene, Auszusagende, der Schöpfer eines von der Ersten Philosophie kündenden Werkes der bildenden Kunst, zu Recht dessen Urheber nennen - gerade wenn sich sein Werk dem Bereich des Rechts entzieht.
entwicklung: studien, tests, probedrucke 16.06.2006 - 27.05.2007
Die Herausforderung, eine stets ausgewogene schwarz-rot-goldene (schwarz-rot-gelbe) Bild-Logik, in der der mittlere Streifen ent-setzt dargestellt werden soll, also eine solche, mannigfaltig gegliederte Ganzheit in einem durchgehenden Farbverlauf auf einer diesen exakt begrenzenden, freigestellten ("Fahnen"-) Fläche mit vorgegebener Höhe (="1") zu gestalten, weist eine nahezu unüberwindliche Schwierigkeit auf: Unter sich verändernden Lichtverhältnissen — Dämmerung/Tag/Nacht — verhalten sich die Übergänge zwischen den extrem unterschiedlichen, jeweils benachbarten Farbenpaaren schwarz-rot und rot-gelb auch vollkommen unterschiedlich, und ein Ort der universellen Ausgewogenheit für die einzelnen Elemente lässt sich nur festlegen, wenn durch ein Verfahren der Standardisierung, Gruppenbildung, Iteration, Variation/Durchdringung, Beschränkung, Selektion, Bindung, und schließlich der Transformation von Struktur in Qualität eine Erzeugungsregel für die Bild-Logik gefunden wird, die ALLE quantitativ-qualitativ bestimmbaren Kategorien oder Daseinsformen der zur Anwendung kommenden Bildmittel quasi AUF EINMAL kombiniert.
Die Wandlungen der Farbe innerhalb des Verlaufs übereinstimmend zu verknüpfen mit den Wandlungen des Lichts im Verlauf der Erdumdrehung schlägt einen Bogen von den Formalstrukturen der Logik zu den Anschauungsstrukturen der Kunst in dem bereits erwähnten "Jetzt der Lesbarkeit (oder Erkennbarkeit)". Dasselbe Programm öffnet auch dieses Prinzip.
struktur/qualität: farbverlauf des ergebnisses in serieller lichtreihe
Periodische Verringerung der Beleuchtung in 7 Stufen am Beispiel des erzielten Ergebnisses von links nach rechts: 0 (= Original) bis 6.






