neue form

die vektorfahne © p. hauf 2007-2010

Postkartenmotiv. 1 Exemplar als Testballon abgesandt an Jung-von-Matt, Hamburg, am 26. Oktober 2008

ein drohanruf von jung-von-matt

24. 10. 2008, ca. 17 Uhr; Drohanruf des Justiziars von Jung-von-Matt, Rechtsanwalt Christian Unsinn, erhitzt bis verborgen-aufgeregt, angestiftet:

"Wir haben heute ihre schöne Rechnung erhalten - wenn von Ihnen noch irgendwas kommt, verklagen wir Sie - das ist diffamierend, was Sie da auf Ihrer Website schreiben ... Gut, wenn Sie ca. 20.000 Euro auf Ihrem Konto 'rumliegen haben — wir lassen da auch gern mal ein paar Anwälte von der Gegenseite was verdienen ... wir lassen die Leute schon mal ein bisschen bocken, aber was Sie da tun, das ist diffamierend, Verletzung von Markenrechten ... wir verklagen Sie!"

"Wundert mich, dass Sie's nicht schon lange getan haben."

— Knallt den Hörer zurück auf die Gabel. Das 'Gespräch' ist beendet.

Jung-von-Matt hatte auch ein persönliches Anschreiben an die Chefs erhalten, auf das nicht eingegangen wurde, und wird noch eine Postkarte (siehe Abb. oben), sowie nach der Rückgabe meiner Rechnung — "Wir haben Ihnen keinen Auftrag erteilt." (Allerdings hat man dem Werk Neue Form etlichen Dreck aufgetragen) — noch ein letztes Schreiben bekommen.

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Dieser junge Rechtsanwalt Christian Unsinn in der Rolle des Justiziars der Riesenwerbeagentur Jung_von_Matt — der zeichnungsberechtigte, da zugelassene, Erfüllungsgehilfe seines ohne Abschluss nach 6 Semestern Jura auf die Menschheit losgegangenen Chefs Holger Jung — muss die Inkarnation der Worte Hugo Balls (Ders., S. 212) sein: "Deutsch sein, heisst babylonische Türme errichten, auf denen in zehntausend Zungen der Unsinn Anspruch auf Neuheit macht (...)".

die rechnung

Ist es zum Beispiel nicht auch kurios, wie diese Räuberfirma mit eigenem Jung-Anwalt angesichts einer 160.000 Euro- Rechnung, die sie für die illegitime Nutzung eines Werkes von dessen Urheber erhält, dann, nachdem ein nach deren Erhalt durchgeführter Drohanruf im Sande verlaufen war, und sich dessen Empfänger nicht einschüchtern hatte lassen, auf dem Papier weiter verfährt:

"Wir haben Ihnen keinen Auftrag erteilt."

— So, als ob man den Räubern nachträglich auch noch das Geraubte aufzudrängen versuchte ...

Einem solchen Juristen sollte doch, ganz wie seinen kriminellen Komplizen bei Bitburger und beim DFB auch, die Lizenz zum Rauben entzogen werden, bevor der ganze Planet durch solche "Maßnahmen" entvölkert — bzw. versklavt — ist.

— Oder ist es gerade jene Nazi-These, die auch hier maßgeblich ist, nach der es "ohnehin zu viele Menschen auf der Welt" gibt.

Es sieht jedenfalls schon einmal schwer danach aus.

"wenn's jung_von_matt nimmt ..."

... muss es gut sein!", sagte Frau Ingeborg Schnell, die Chefsekretärin der GWA Gesellschaft Werbeagenturen in Frankfurt am Main, als ich ihr die Geschichte am 16. Oktober 2008 erzählte.

Holger Jung - Chef der Werbeagentur Jung-von-Matt mit Hauptsitz in Hamburg und 11 Niederlassungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Schweden - war 6 Jahre lang ihr Chef in seinem Amt als Präsident der GWA gewesen.

Sie rief in Hamburg an und erhielt zur Antwort die Lüge: "Der hat doch schon ein Schreiben von unserem Anwalt bekommen; die Sache ist erledigt".

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich erst ein Schreiben von einem der gegnerischen Anwälte erhalten, und dabei handelte es sich um die kriminelle Verdrehung eines gewissen Herrn Schönhofen im Auftrage Bitburgers, der - um das Erwirken einer einstweiligen Verfügung gegen das Durchdrücken der Kampagne 'Heimspiel' zu vereiteln - nicht davor zurückschreckte, in seinem Papier den absurden Eindruck zu erwecken, ich hätte mein Einverständnis zur Nutzung, noch dazu gegenüber der Person, die die grässlichen "Bitburger-/DFB"-Flaggen verbrochen hatte (Frau Mack von GVK Lüneburg), gegeben - diese Frau Mack setzte jener Herr Schönhofen just in dem besagten Schreiben generell als falsche Zeugin ein.

Der ganze Charakter dieses Herrn Jung - sowie freilich auch der des ganzen joint-verntures zur Annexion einer kreativen Einzelleistung - wird dadurch ausreichend klar.

Und klar wird mir dabei auch, was unter der von den versammelten art-directors-clubs Deutschlands, Österreichs und der Schweiz verliehenen Ehrung "Kreativste Agentur" für Jung-von-Matt 2008 zu verstehen ist, nämlich wiederum das genaue Gegenteil: Die destruktivste Agentur, die ihren Jahreshonorarumsatz in Höhe von €560 Millionen damit erzielt, das Internet und alle möglichen sonstigen Quellen wie Kunstausstellungen, Drucksachen etc. nach rechtlich vielleicht nicht hundertprozentig Niet- und Nagelfestem zu durchkämmen und den Kunden daraufhin ein Angebot zu machen, das die Entwicklungskosten für die kreativen Einzelleistungen nicht mehr zu berücksichtigen braucht. Wettbewerbsbetrug eben, durch die Bank. 2008 ist auch das Jahr, in dem die deutsche "Kultur- und Kreativwirtschaft" (Jahresvolumen €15 Milliarden) beim mittlerweile in Schall und Rauch aufgelösten Wirtschaftsminister Michael Glos auftaucht und eine weitergehende Legitimierung solcher Praktiken gegenüber den Kreativen zu erreichen sucht. Der deutsche Bundestag hatte bereits ein Jahr zuvor mit einer verheerenden Weichenstellung seinen Senf zu dem Thema abgegeben. Turbokapitalismus gegen die Wehrlosesten. Es gibt Regionalpräsidenten des Bundes Deutscher Grafiker BDG, die ihre eigenen Mitglieder zum Austritt aus dem Verband aufgerufen haben - ob da etwas "ganz oben" nicht ganz stimmt? - und daraufhin selbst ausgeschlossen wurden. Der Präsident des deutschen Designertags, Kai Ehlert, wird mir als Mitglied dieses im deutschen Kulturrat für die Sektion Design vertretenen Spitzenverbandes zur Sache mitteilen: "Da sieht man mal wieder, dass wir gegenüber der Wirtschaft keine Chance haben." Punktum.