neue [bewusstseins-] form: freisein

das werk Neue Form © P. Hauf 2007-2017

funktionärswesen

Der DFB arbeitet über einen eigenen DFB-Bundestag; die Organisation — 6 - 7 Millionen Mitglieder und 27.000 Vereine — stellt einen Staat im Staat dar (der gerade dabei ist, diese politisch an sich für eine Diktatur bezeichnende Organisationsstruktur auf die größte deutsche Personenvereinigung, den DOSB/Deutscher Olympischer Sportbund mit 26 Millionen Mitgliedern, zu übertragen).

Die Macht, die von dieser Funktionärshierarchie mit den Fettaugen Dr. Theo Zwanziger (CDU) und Dr. Thomas Bach (FDP) an der Spitze ausgeht, wird alleine vom "Innen- und Sportminister" Dr. Wolfgang Schäuble (CDU) kontrolliert — und unter 'Kontrolle' ist hier womöglich insbesondere das Kontrollieren und Vertuschen dessen gemeint, was nicht nach aussen gelangen darf: Namentlich generell jene für die Demokratie latent gefährliche politische Implikation — sowie aktuell die hier aufgezeigte klandestine Zukunftsplanung mit der geraubten und pervertierten Fahnen-BildLogik Neue Form.

Die Werkräuber — das betrifft insbesondere Zwanziger und Komplizen — sind intellektuell nicht in der Lage, die in ihr Lager verschleppte BildLogik zu verstehen. Der Pfusch, der bei dem trotzdem mit aller Gewalt durchgezogenen und krampfhaft versuchten Missbrauch herauskommt, wird sie von alleine zur Strecke bringen — möglicherweise aber erst in einer Katastrophe, die das ganze Land, wenn nicht wieder den ganzen Kontinent und damit auch wieder die ganze Welt in den ohnehin dräuenden Abgrund reisst. "Schlechtes Karma", wie der Hindu sagen würde ...

Die von ihnen um jeden Preis usurpierte Version dieses Projektes wird zum Beispiel schön illustriert durch den Vorfall beim Ausscheiden der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in der Endrunde der Europameisterschaft 2008, als der Coach des Teams, DFB-Funktionär Oliver Bierhoff, den Kapitän Ballack mit einem "Danke"-Schildchen hinausschicken will auf's Feld. Nachdem das Ansinnen von diesem abgelehnt wird, greift Zwanziger ein und hat öffentlich "Zweifel an der Ehrlichkeit Ballacks" ...

Selbstverständlich ist die Idee von solchem blamablen "Danke"-Schildchen als verlogene Partizipationsbotschaft an die Kosumenten des "Produkts" (Zwanziger) des DFB auf dem Mist der Marktideologie Zwanzigers selber gewachsen, dessen (Pseudo-)Maßgabe für den DFB nichts anderes als ein Affendressurprogramm in Form des beständigen Nachbetens — und Implementierens — der Glaubensgrundsätze der "freien Marktwirtschaft" ist. Dabei wird aber gerade unter dem Deckmantel des Sports — abstrakter gesagt: der vorbildhaften Bewegungselite — nur ein gewisser natürlicher Reichtum auf die Konten von einigen Wenigen umgeschaufelt und dieses Umschaufeln propagiert. Das, und nichts anderes, ist der "sportliche" Deal heutzutage. Das allein vom kurzfristigen Profitgedanken bestimmte Marketing hat auch hier die Kunst — die Kunst des Fußballspielens — verdrängt.

Wo derartige Orientierungslosigkeit herrscht, ist die Luft draussen. Dort herrscht nur "der Markt" mit seiner juristischen Buchstabengläubigkeit, in die die Kleinen und Schwachen zum Profit der Großen und Reichen gezwungen werden, für welche — wie hier anhand der Geschichte des kaltblütigen Raubes der BildLogik Neue Form festgestellt werden kann — derlei Firlefanz schlichtweg nicht gilt.

Wohin solche einseitige und flache Direktive zwangsläufig führt, erweist sich gerade anhand der neuesten Finanz- und Wirtschaftskrise, die nämlich auch aufgrund der Korruption gerade Jener, die für die Aufsicht und das Rating verantwortlich waren (und immer noch — zu unveränderten Konditionen — sind), in ihre heutige Größenordnung geriet. Man braucht keinerlei Verschwörungstheorie, um den Fall zu erklären. "Lediglich" das Maß fehlt überall (Vergleiche das Zitat von A. Negri im 7. Absatz im Text rechts).

Auf diese Feststellung läuft es immer wieder hinaus. Das Maß ist das — sanfteste — Gesetz. Ohne ein solches ist alles Gesetz wertlos. Alle Menschen streben nur danach, ein Maß — in sich — zu erkennen. Die Welt, die nur die Form des Gesetzes hat, das nicht erfüllt ist durch ein solches Maß, taugt nichts. Alle Propaganda dient nur dem Zweck, irgendeinen falschen Glauben (zum Beispiel, um in unseren Breitengraden zu bleiben, den in einen "Glauben an Christus" umgemünzten und damit vollkommen entleerten christlichen Glauben) an eine solche Welt heraufzubeschwören und — einzufordern.

Und gerade darum ist es immer eine allgemeine Katastrophe, wenn sich eine Bande von Vollidioten ein Werk der bildenden Kunst — in dem ein Maß umgesetzt und verwirklicht wurde — unter den dreckigen Nagel reisst, um damit die Welt — über sich und ihre Qualitäten und Fähigkeiten, über den Inhalt und die Konsequenzen ihrer Propaganda — zu täuschen.